EXILE
Oper in 15 Bildern · Libretto von Can Dündar · Auftragswerk des Nationaltheaters Mannheim

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Taner Akyol erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Kunstgymnasium mit dem Hauptfach Violine. Von 1997 bis 2003 studierte er Komposition bei Prof. Hanspeter Kyburz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Anschließend absolvierte er ein Meisterschülerstudium bei Prof. Walter Zimmermann an der Universität der Künste Berlin, das er 2006 abschloss.
Als Komponist und Bağlama-Solist verbindet Akyol zeitgenössische europäische Komposition mit musikalischen Denkweisen Anatoliens. Zu seinen Auftraggebern zählen unter anderem die Komische Oper Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, das Nationaltheater Mannheim und das Ensemble Resonanz. Für sein künstlerisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet: 1998 mit dem Musikpreis der Kulturen in Berlin (musica vitale), 1999 mit dem Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik und 2007 beim internationalen Kompositionswettbewerb „global music – contemporary expression“.
Seit 2004 leitet er das ta Musikatelier in Berlin-Kreuzberg. Seit 2016 unterrichtet er Bağlama an der Universität der Künste Berlin; seit dem Wintersemester 2021/22 leitet er den Bereich Bağlama an der Popakademie Baden-Württemberg.
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Oper in 15 Bildern · Libretto von Can Dündar · Auftragswerk des Nationaltheaters Mannheim
Konzert für Bağlama, Mandoline, Perkussion und Streichorchester · Auftragswerk des Ensembles Resonanz
Bağlama, Kaval, Perkussion und Streichorchester · Auftragswerk der Elbphilharmonie Hamburg
Konzert für Bağlama, Klavier, Perkussion und Orchester · Auftragskomposition des Aachen Guitar Festival – speGTRa · Video
Für Streichquartett · Auftragskomposition der Festspiele Europäische Wochen Passau · Video
Für Klavier zu vier Händen · Auftragskomposition der Klangwerkstatt Berlin – Festival für Neue Musik · Video
Für Bağlama und Kammerensemble · Auftragskomposition der Gesellschaft für Neue Musik Münster e. V. · Video
Kinderoper in zwei Akten · Libretto: Cetin İpekkaya / Marietta Rohrer-İpekkaya · Auftragskomposition der Komischen Oper Berlin · Video
Für Saxophon, Violine, Viola und Violoncello
Für Bağlama und Streichquartett · Auftragskomposition des MaerzMusik Festivals Berlin · Video
Für Bağlama und Zupforchester
Für Bağlama, Altflöte, Violine, Viola und Violoncello
Für Saxophonquartett · Video
Für Flöte, Klarinette, Akkordeon und Kontrabass
Für Klavier, Sopransaxophon, Pauken, Harfe, Vibraphon und Marimba
Für Blockflöten und Schlagzeug
Für Piccoloflöte, Flöte, Bassklarinette, Horn, Trompete, Große Trommel, Becken, Tamtam und Marimbaphon
Für drei Flöten, Bongo, Tamburin, Becken, Triangel, drei Violinen, Violoncello und Kontrabass
Für Gitarre solo · Contemporary Music for Guitar Collection – Reinbert Evers
Für Altsaxophon, Horn, Posaune und Violoncello
Für Stimme, Klarinette, Pauken, Becken, Glockenspiel, Violine, Kontrabass und Tonband
Für Klavier solo
Für Flöte solo
Für Streichquartett
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Für Bağlama solo
Besetzung: Singstimme, Bağlama, zwei Flöten, Oboe, Klarinette in B, Horn in F, Posaune, Pauken, Röhrenglocken, Klavier, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass.
Text: Gülten Akın
Text: Can Dündar
Text: Metin Altıok
Text: Can Dündar
Text: Ahmed Arif
Text: Turgut Uyar
Text: Sevgi Yılmaz
Text: Nazım Hikmet Ran
Text: Taner Akyol
Text: Taner Akyol
Text: Taner Akyol
Text: Mevlana
Text: Pir Sultan Abdal
Text: Taner Akyol
Text: Pir Sultan Abdal
Text: Adnan Yücel
Text: Adnan Yücel
Text: Mevlana
Text: Pir Sultan Abdal
Text: İbrahim Karaca
Text: Taner Akyol
Text: Pir Sultan Abdal
Text und Musik: anonym · Für Stimme, Bağlama und Orchester
Text und Musik: Memed Çapan · Für Stimme, Bağlama und Orchester
Text und Musik: anonym · Für Stimme, Bağlamaquartett, Davul, Violoncello und Kontrabass
Text: Köroğlu · Musik: anonym · Für Stimme, Bağlamatrio, Davul, Kaval und Streichquintett
Text: Pir Sultan Abdal und Hatayi · Quelle: Ruhi Su · Für Stimme, Bağlamaquartett, Flöte, Horn, Posaune, Bendir, Pauken, Triangel, Chor, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass
Text und Musik: anonym · Für Stimme, Bağlama, Davul, Ney, Oboe, Violoncello und Kontrabass
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Ganz orientalisch geht es zu in dieser Kinderoper, in der Musik wie in den Bildern. Schließlich handelt es sich um Ali Baba, den berühmtesten Helden aus 1001 Nacht, der dank der ebenso berühmten Formel »Sesam, öffne dich« in die Schatzhöhle der vierzig Räuber eindringt und nach manchen gefährlichen Wendungen mit Hilfe seines klugen Esels am Ende die Räuber besiegt.
Die Komische Oper Berlin beauftragte den in Berlin lebenden türkischen Komponisten Taner Akyol, die Kinderoper zu schreiben. Akyol macht die Kinder – gleich, ob ihre Familien aus dem Orient eingewandert sind oder nicht – mit dem Wohlklang des Orients bekannt, der sich hier mit einer der spannendsten Geschichten der Weltliteratur verbindet. Die CD gibt die Höhepunkte der Oper wieder und erzählt ihre Geschichte; das zugehörige Büchlein enthält die Geschichte zum Vorlesen mit den wunderbar orientalischen Bildern von Regina Kehn.
»Kommerzielle Musik ist in unserer Zeit die dominante Form des Musikmachens. Volksmusik dagegen gerät entweder in Vergessenheit oder wird ästhetisch umarrangiert, degeneriert. Man könnte diesen Prozess eigentlich auch als Kulturgenozid bezeichnen. Und diesen Prozess müssen wir mit Kunstmusik stoppen. Aber wie?
Zum ersten Mal seit langer Zeit fühle ich etwas Spannendes und Erfreuliches mit diesem Album vom Taner Akyol Trio. Darin steckt ein neuer Geist, der seinen Ursprung im Volkslied hat, der Geist des Volkes. Darin findet man Kultur, Bestrebung und Wissen, entwickelt mit wertvoller Beflissenheit. Darin lebt die Kunstfertigkeit.
Zweifellos ist Taner Akyol einer der hervorragendsten Saz-Virtuosen der letzten Jahre. Doch vor allem ist er ein Komponist, der die traditionelle Musik mit neuen Eigenschaften beschenkt und ihr somit ein neues Gesicht verleiht.«
Fazıl Say
»Als Komponist, der vierzig Jahre seines Lebens der Musik gewidmet hat und der in den letzten Jahren müde geworden ist, die gleichen kommerziellen Klischeeproduktionen und Alben zu hören, wurde ich von diesem Projekt, das sich wie eine Oase in der Wüste anfühlte, plötzlich überrascht.
Der junge Komponist Taner Akyol bringt ein sehr schwieriges experimentelles Werk hervor, indem er sich der traditionellen anatolischen Musik aus der Richtung der atonalen orchestralen Komposition nähert. Und als ob das nicht genug wäre, arbeitet er mit einer der besten Künstlerinnen Europas, meiner teuren Freundin Maria Farantouri.
Der Mut, ein solches Projekt zu unternehmen, ist in sich selbst schon lobenswert, doch die Qualität des resultierenden Albums überraschte mich umso mehr. Denn durch diese Kompositionen, von westlichen Musikern ausgeführt, hören wir die Essenz der alten anatolischen Tradition. Der Ruf der Saz, die ein Jahrtausend lang jeder Peinigung standhalten konnte, erhebt sich, und mit Marias Stimme schlängeln sich die Wehklagen der Jahrhunderte in unsere Herzen.
In dem Moment entschied ich, dass Taner Akyol ein anatolischer Minnesänger ist, der die künstlerische Sprache des Westens beherrscht, und das völlig! Ich begrüße dieses Werk herzlichst und freue mich, dass wir einen ausgezeichneten Musiker wie Taner Akyol haben. Ich wünsche Ihnen eine gute Reise!«
Zülfü Livaneli
Für das Album Birds of Passage (Göçmen Kuşlar) hat Taner Akyol zwölf in türkischer Tradition verankerte Stücke komponiert oder arrangiert. Sie werden von unterschiedlich großen Kammerensembles mit zwei bis sechzehn Musikerinnen und Musikern auf westlichen und orientalischen Instrumenten gespielt. Im Mittelpunkt steht der Gesang des Bandleaders. Die türkischen Texte, teilweise anonymen Ursprungs, stammen aus mehreren Jahrhunderten. Die Verbindung dieser berühmten Verse mit Akyols zeitgenössischer Kammermusik macht dieses Album zu einem wichtigen Dokument lebendiger türkischer Tradition.
»Akyol begeistert als Sänger und als Komponist und führt ein interkulturelles Ensemble auf atemberaubende europäische Spuren.«
S. Richter, Stereo 8/07
Alle am Projekt beteiligten Musiker zeichnet aus, dass sie nicht nur hervorragende Instrumentalisten sind, sondern ebenso kompositorisch wirken und große Improvisatoren sind. Der Bassist Peter Herbert beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der östlichen Musikkultur und bereist die arabischen Länder regelmäßig auf Konzertreisen. Taner Akyol spielt die türkische Langhalslaute Bağlama, Marcio Doctor eine Vielzahl von Rahmentrommeln und Darbukas, während Gerdur Gunnarsdóttir neben Violine und Viola auch auf zwei Titeln ihre Stimme einsetzt. All dies wird von dem Klarinettisten Claudio Puntin mit teilweise notierten, teilweise improvisierten östlichen Melodielinien umrahmt.
Diese Aufnahme könnte den Beginn einer neuen Kunstgattung markieren: So wie Soundtracks für Filme seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert innerhalb des musikalischen Schaffens einnehmen, können Soundtracks für Hörbücher mit ihren durch das Fehlen des Visuellen ausgelösten Herausforderungen eine hervorgehobene Rolle in der Entwicklung der Musik einnehmen. Die Musik wurde für den Deutschen Hörbuchpreis 2007 nominiert.
Global Ear, Bonus-CD der Neuen Zeitschrift für Musik 5/2006. Komponisten: Taner Akyol, Ganesh Anandan, Volker Blumenthaler, Ching-Wen Chao, Tan Dun, Akin Euba, Jamilia Jazylbekova, Mokale Koapeng und Nyoman Windha. Interpreten: Taner Akyol, Pi-hsien Chen, Jocelyn Clarke, Xu Fengxia, Claudia Neubert, Steffen Schleiermacher und Wu Wei. Dirigenten: Titus Engel und Dieter Mack. Ensemble Courage, Ensemble Modern, European Music Project und Gamelan-Ensemble »Anggur Jaya«; Wergo/Schott Music, Mainz 2006.
»Vielfältig sind die Ansätze und individuell die Methoden aller Künstler, die zurzeit weltweit mit Bildern, Texten, Filmen, Theaterstücken und Kompositionen auf die Herausforderung der Globalisierung reagieren. Komponisten aus der westlichen Kultur sehen eine Begegnung mit dem Fremden grundsätzlich anders als ihre in Asien, Afrika oder Lateinamerika lebenden Kollegen. Auch zwischen diesen wiederum gibt es so riesige und nicht allein kulturgeografisch zu erklärende Unterschiede, dass man sich fragen muss, ob es überhaupt so etwas wie eine Gemeinsamkeit geben kann und ob nicht gerade in der derzeit florierenden Individualität der Künstler die große Chance für die Zukunft der neuen Musik besteht. Deshalb präsentiert die vorliegende CD eine Auswahl, die gerade in ihrer Unterschiedlichkeit die ganze Bandbreite und das Spektrum erahnen lässt.«
Klaus Hinrich Stahmer
Musik zum Hörspiel Rot ist mein Name nach dem Roman von Orhan Pamuk.
Improvisation mit Bağlama, Klavier und Perkussion. Eine frühe Aufnahme des Taner Akyol Trio mit Taner Akyol, Antonis Anissegos und Sebastian Flaig.
Zum vierten Mal fand 2001 der Wettbewerb Musica Vitale statt, veranstaltet von der Werkstatt der Kulturen. Die CD dokumentiert mit Musikstücken der damaligen Gewinner, wie abwechslungsreich das kulturelle musikalische Angebot der Hauptstadt ist. Bedingung für die Teilnahme war die »Auseinandersetzung mit Musiktraditionen der eigenen oder fremden Kulturen«.
»Beim Durchhören der Platte fällt sofort die Unterschiedlichkeit im Ansatz der verschiedenen Projekte auf – in der Zielsetzung der Musik, in Aspekten wie Tanzbarkeit, dem Willen zur Stimmungsmusik und der Konzentration auf die Grenzen und Möglichkeiten der Instrumente. Auch der kulturelle Hintergrund spielt selbstverständlich eine Hauptrolle. Von Gruppen, die im Berliner Kontext eher selten in Erscheinung treten, bis hin zu lokal und darüber hinaus erfolgreichen Bands ist alles vertreten. Wer bereit ist, sich vom Abwechslungsreichtum der Weltmusik ›Made in Berlin‹ beeindrucken zu lassen, der greife zu diesem Album.«
Carina Prange
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